Die Kleinsten ganz groß

Wie wichtig der Jüngstenbereich im Tennis ist, steht außer Frage. Hier wird die Basis für die weitere Tennislaufbahn gelegt und ist auch elementar, um die Kinder langfristig an unsere Sportart zu binden. Unser aktuelles Jugend-Leistungssportkonzept sieht deshalb eine besondere Förderung dieser Altersklasse vor. Zum einen möchten wir durch Kids Days und Turniertage für die Altersklassen U8 bis U10 besondere Turnierformate anbieten, die kindgerechte Bedingungen liefern. Zum anderen bieten wir auch im Rahmen des Mannschaftsspielbetriebs Konkurrenzen für die Kleinsten an. Doch worauf kommt es im Jüngstenbereich wirklich an und wie gelingt meinem Kind der Einstieg?

Bildnummer: 09683406  Datum: 01.01.2012  Copyright: imago/AFLOSPORT
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So gelingt Kindern der Einstieg in den Tennissport

Je früher Kinder mit dem Lernen anfangen, desto besser. Das Lernen bezieht sich in den jüngeren Jahren vor allem auf die motorischen und koordinativen Fähigkeiten, aber auch auf die Grundlagen von Ballsportarten. Grundsätzlich gibt es keine feste Grenze oder Altersbeschränkung im Tennis. Erfahrungsgemäß wäre 5 bis 8 Jahre ein gutes Alter, um zu beginnen (Lernstufe rot, Kleinfeld, Bälle 75 % druckreduziert). Wichtig ist hierbei vor allem ein spielender und spaßorientierter Einstieg.

 

In anderen Sportarten, z.B. Fußball, ist es völlig normal, dass bereits im Kindesalter mindestens zwei Mal pro Woche trainiert wird. Dazu kommen noch die regelmäßigen Spiele oder Turniere am Wochenende. Im Tennis ist es dagegen üblich, dass der Großteil der Kinder nur einmal in der Woche an einem Training teilnimmt und sehr wenig frei bzw. Mannschaftsspiele/ Turniere spielt. Daher dauert es im Tennis häufig länger, bis die Kids ein Niveau erreichen, das ihnen ein gemeinsames, freudvolles Spielen ermöglicht. Viele Kinder gehen so dem Tennis verloren, weil sie zwar zeitig in diese Sportart einsteigen, aber lange kein Spiel- oder Wettbewerbserlebnis haben.

Deswegen ist es empfehlenswert, dass Kinder auch im Tennissport pro Woche mit einem zweimaligen Training plus zusätzlichem „Spielangebot“ starten.

 

Auf diese Frage gibt es, auch aus sportwissenschaftlicher Sicht, keine ganz klare Antwort. Sowohl für eine frühe Spezialisierung als auch eine lange vielseitige Grundausbildung gibt es Vor- und Nachteile. Eine frühzeitige Spezialisierung kann bspw. zu kurz- bis mittelfristigen Leistungssteigerungen führen, allerdings auch zu einer höheren Verletzungsanfälligkeit durch Überlastung. Außerdem ist die Abbruchrate aufgrund sozialer Isolation und eines erhöhten Leistungsdrucks erhöht. Deshalb sollte möglichst lange auf eine vielseitige sportartübergreifende Ausbildung geachtet werden. Es dauert hier zwar vermeintlich länger, bis die Höchstleistung in der Spezialdisziplin erreicht wird, andererseits ist hierbei eine höhere Lern- und Umstellungsfähigkeit gewährleistet, ebenso ein höherer Grad an Motivation und bessere koordinative Fähigkeiten und Leistungen.

 

Zu Beginn braucht dein Kind nicht viel: Sportklamotten und vor allem dem Alter und der Größe angemessene Schläger sowie Bälle reichen schon aus.

 Allgemein gesagt sollte ein Verein für Kinder vor allem über ein Trainingsangebot für den Jüngstenbereich sowie qualifizierte Trainer:innen verfügen. Außerdem sollten bereits weitere Kinder in derselben Altersstufe aktiv sein.

Auch die Tennisanlage an sich ist nicht zu vernachlässigen. Ein Spielplatz oder andere zusätzliche Angebote können unterstützend dazu führen, dass dein Kind gerne hingeht.

Darüber hinaus gibt es natürlich noch individuelle Faktoren zu beachten, wie die Nähe zum Wohnort oder die Verbindung zum Verein durch andere Familienmitglieder oder Freunde.

 

   

   

Turnierformate für unsere Jüngsten

In den Altersklassen U8 bis U10 wollen wir möglichst viele Kinder für den Tennissport begeistern und langfristig binden. Die Talente sollen hier vor allem unter kindgerechten Bedingungen und altersgemäßen Spielfeldern sowie den entsprechenden druckreduzierten Bällen spielen und trainieren. Hierfür haben spezielle Turnierformate ins Lebengerufen: Kids Days und U9/U10-Turniertage.

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